KI oder Mensch
Ein Logogenerator kostet neunzehn Euro und liefert in zwei Minuten. Das ist ein ernstzunehmendes Angebot. Hier steht, wann es reicht und wann es dich teuer zu stehen kommt.
Wo die Maschine
Eine Tabelle, in der eine Seite alle Häkchen hat, glaubt niemand. Also der ehrliche Teil zuerst.
-
Erste Richtungen in Minuten
Zwanzig Entwürfe, bevor der Kaffee kalt ist. Für ein Stimmungsbild oder zum Aussortieren von Sackgassen ist das echte Arbeitszeit, die gespart wird. Ich benutze es selbst dafür.
-
Platzhalter, die niemanden kosten
Ein Zeichen für die Testphase, das später ohnehin ersetzt wird: dafür lohnt kein Auftrag. Nimm den Generator.
-
Ein Budget, das nicht da ist
Wenn zwischen neunzehn Euro und nichts entschieden wird, ist die Antwort neunzehn Euro. Das sage ich lieber ehrlich, als eine Rechnung zu stellen, die weh tut.
Nimm dein Zeichen
Keine Geschmacksfrage. Jede Zeile lässt sich an einem vorhandenen Logo in einer Minute überprüfen. Die rot markierten sind die, an denen es in der Praxis scheitert.
-
Gibt es eine Vektordatei?
BruchstelleMeist nur PNG oder JPEG. Ein automatisch nachgezeichneter Pfad hat hunderte Ankerpunkte und wackelige Kurven.
SVG, EPS und PDF aus der Konstruktion, jede Kurve gesetzt statt geraten.
Stickerei, Folienplotter, Gravur und Grossformat brauchen Vektoren. Wer nur ein PNG hat, kann kein Trikot besticken lassen.
-
Funktioniert es in einer Farbe?
BruchstelleVerläufe, Schatten und feine Übergänge fallen in Schwarzweiss zusammen.
Einfarbig, negativ und in Kontur mitgezeichnet, weil das die härtesten Fälle sind.
Stempel, Fax, Prägung, Sponsorenlisten und die Vereinszeitung drucken einfarbig. Diese Fassung wird öfter gebraucht als die bunte.
-
Ist es bei 40 Pixeln noch lesbar?
BruchstelleDer Generator zeigt das Zeichen gross. Im Avatar bleibt oft ein Fleck übrig.
Vom kleinsten Fall her entworfen. Was dort besteht, besteht überall.
Der Instagram-Avatar ist die meistgesehene Anwendung überhaupt und misst 40 mal 40 Pixel.
-
Sind die Farben definiert?
Ein Bildschirmwert. Keine Sonderfarbe, keine Vierfarbzerlegung, keine Angabe für Folie oder Textil.
Werte für Bildschirm, Vierfarbdruck, Sonderfarbe und Folie, aufeinander abgestimmt.
Ohne definierte Farbe kommt aus jeder Druckerei ein anderes Rot. Nach drei Lieferanten hat der Verein drei Vereinsfarben.
-
Darf die Schrift so benutzt werden?
Oft unklar, welche Schrift verwendet wurde. Teilweise sind Buchstaben nachgebildet und stimmen nicht.
Lizenz benannt und geprüft, oder die Buchstaben sind gezeichnet und gehören damit zum Zeichen.
Schriftlizenzen für Logos sind ein eigener Fall. Eine Nachforderung kommt Jahre später und trifft dich, nicht den Generator.
-
Hat jemand geprüft, ob es das schon gibt?
BruchstelleNein. Der Generator kennt weder deinen Markt noch bestehende Marken.
Recherche im Umfeld und in den Registern, bevor etwas gedruckt wird.
Ein Zeichen, das dem Nachbarverein oder einem eingetragenen Wettbewerber ähnelt, wird teuer, sobald es auf hundert Trikots steht.
-
Lässt es sich schützen?
Fraglich. Für rein maschinell erzeugte Gestaltung ohne menschlichen Anteil ist der urheberrechtliche Schutz in mehreren Rechtsordnungen umstritten oder ausgeschlossen. Zusätzlich kann dieselbe Eingabe bei anderen ein sehr ähnliches Ergebnis liefern.
Menschliche Gestaltung mit nachweisbarem Entstehungsweg, Entwürfe und Datum inklusive.
Relevant, sobald jemand dein Zeichen benutzt oder du es als Marke eintragen willst. Stand August 2026, im Zweifel anwaltlich prüfen lassen.
-
Kannst du erklären, warum es so aussieht?
Es sah gut aus. Das ist die ganze Begründung.
Jede Entscheidung ist auf die Aufgabe zurückzuführen und in zwei Sätzen erklärbar.
Im Vorstand sitzen sieben Leute mit sieben Meinungen. Ohne Begründung gewinnt die lauteste, nicht die beste.
-
Weisst du, wie es weitergeht?
Du hast eine Datei. Was auf dem Trikot, dem Briefbogen und im Feed damit passiert, ist offen.
Regeln, Abstände, erlaubte und verbotene Anwendungen, dazu die Vorlagen für die Fälle, die wöchentlich vorkommen.
Ein Logo ist kein Auftritt. Ohne Regeln zerfällt es innerhalb eines Jahres in fünf Varianten.
Die Angabe zum Schutz ist ein Hinweis und keine Rechtsberatung. Sie beschreibt den Stand im August 2026 und unterscheidet sich je nach Land.
Hält dein Logo?
Leg dein Zeichen hier hinein. Es bleibt auf deinem Gerät, nichts wird hochgeladen. Fünf Prüfungen, dieselben, die ich bei jedem Entwurf mache.
Avatar, 40 Pixel
Die meistgesehene Anwendung überhaupt. Bleibt eine Figur oder wird es ein Fleck?
Stickerei
Die Nadel kennt keine Verläufe und keine Haarlinien. Alles unter 1 mm fällt weg.
Einfarbig
Stempel, Prägung, Sponsorenliste, Fax. Verläufe fallen hier zusammen.
Fahne aus 20 Metern
Weichgezeichnet und klein. Was übrig bleibt, ist die eigentliche Form.
Durch den Kopierer
Harte Schwelle, kein Grau. Der klassische Vereinsaushang.
Schau dir die fünf Felder an. Wenn dein Zeichen überall eine erkennbare Figur bleibt, ist es ein gutes Zeichen und du brauchst mich nicht. Wenn es an zwei Stellen zerfällt, lässt sich der Grundgedanke meistens retten.
Und jetzt?
Wenn dein Zeichen alle neun Fragen übersteht, brauchst du mich nicht. Dann hast du ein gutes Logo, egal woher es kommt.
Wenn es an zwei oder drei Stellen kippt, ist das kein Grund für Panik. Meistens lässt sich der Grundgedanke retten und braucht nur eine ordentliche Konstruktion. Das ist billiger als ein Neuanfang und ehrlicher als so zu tun, als wäre alles falsch gewesen.